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Altenhaßlau

Reinhardtsschänke
 Reinhardtsschänke
Altenhaßlau wurde 1240 erstmals als 'Hasela' erwähnt. Es war jahrhundertelang Hauptort des Gerichtes gleichen Namens. Im 19. Jahrhundert wuchs die Gemeinde relativ rasch an: 1828 = 434 Einwohner, 1855 = 545 Einwohner und dann 1910 = 926 Einwohner. Den größten Bevölkerungszuwachs konnte die Gemeinde nach Ende des Zweiten Weltkrieges verzeichnen. Die Einwohnerzahl stieg von 1.156 im Jahre 1939 auf 2.150 im Jahre 1952 und 3.300 im Jahre 1981. Dieser sprunghafte Anstieg ist größtenteils auf die Aufnahme von Flüchtlingen und Vertriebenen zurückzuführen und auf den Zuzug aus dem Rhein-Mainischen Ballungsgebiet. Bis in unser Jahrhundert war die Landwirtschaft die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde. Mit der zunehmenden Gewerbe- und Industrieansiedlung in Linsengericht und den nahen Städten boten sich gute Arbeitsplätze an. Dabei verlor die Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung. Da inzwischen der größte Teil der Erwerbstätigen außerhalb arbeitet, wurde der Ort selbst zur Wohngemeinde. Es entstanden Neubaugebiete, die auch öffentliche Baumaßnahmen notwendig machen, wie Neu- und Ausbau von Straßen, Kanalisation, Errichtung einer neuen Schule, eines Kindergartens und sportlicher Anlagen.

Mit dem Zuzug der Vertriebenen war auch der bis dahin kleine Anteil der katholischen Bevölkerung stark angewachsen, so daß man 1963/64 die St. Johannes-Kirche für die katholischen Bürger der Gemeinde Linsengericht errichtete. Das evangelische Gotteshaus (Martinskirche), das im 13. Jahrhundert entstand, ist das älteste Bauwerk Altenhaßlaus und in seiner Bauart wie in seiner Ausstattung eine historische Sehenswürdigkeit.

Schließlich wurde in den Jahren 1968/69 ein Feuerwehrgerätehaus errichtet, in dem auch die Verwaltungsräume für die Gemeindeverwaltung untergebracht waren. Durch die Initiative der 'Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind' - Kreisvereinigung Gelnhausen e. V. - konnten von 1970 bis 1977 die 'Beschützenden Werkstätten' und 1977 der Kindergarten dieser Einrichtung entstehen und eingeweiht werden. Die Schule für die gleiche Einrichtung wurde im Jahre 1980 eingeweiht und in Betrieb genommen (Martinsschule). Der Landkreis Gelnhausen erstellte in Altenhaßlau in den Jahren 1972 und 1973 die Kreissonderschule für den Bereich des mittleren Kreisgebietes (Brentanoschule). 1974 ist durch Herrn Kurt Bechtold, Sohn des ersten Ehrenbürgers von Altenhaßlau, Herrn Fritz Bechtold, das 'Sportcenter Kinzigtal' erbaut worden.

Seit 1965 besteht zwischen Altenhaßlau und St. Etienne du Bois (Frankreich) eine Verschwisterung, die nach dem Zusammenschluß auf die Großgemeinde ausgedehnt wurde. Das 30jährige Jubiläum konnte am 24.9.1995 feierlich begangen werden.

Aus Anlaß der vielen Aktivitäten im Bereich der Verschwisterung und des europäischen Gedankens wurde der Gemeinde Linsengericht 1988 die Ehrenfahne des Europarates verliehen.

Im Jahre 1989 konnte mit dem Umbau des 'Hanauischen Amtshofes' und der 'Zehntscheune' begonnen werden. Die Sanierungsarbeiten wurden im Frühjahr des Jahres 1992 beendet. Seit Fertigstellung der umfangreichen Baumaßnahmen wird das Gebäude als 'Rathaus' genutzt.


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