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Freizeit und Tourismus

Die Landschaft im Linsengericht

Am Mittwoch, dem 16.11.2016 stellte Ralf Weppler, Kultur-und Landschaftsführer im Naturpark Hessischer Spessart gemeinsam mit Bürgermeister Albert Ungermann, Helmut Bluhm und zwei Vertreterinnen des Geschichtsvereins sein neues Buch vor.

„Seit 2000 bin ich als Kultur- und Landschaftsführer im Naturpark Hessischer Spessart tätig. Meine geführten Wanderungen, die unter verschiedenen Themen angeboten werden, finden überwiegend in der Gemarkung der Gemeinde Linsengericht im Vorspessart statt.

Bereits während der Ausbildung faszinierte mich die Geschichte einer Landschaft im Schatten von Gelnhausen, die ihren ganz besonderen Reiz in der Vielzahl der Ziele hat, die ohne großen Aufwand teilweise auch heute noch im Gelände aufgesucht werden können.

Dies sind z.B. ehemalige Glashüttenplätze, historische Grenzsteine um den gesamten Gerichtswald, Hügelgräber, eine ehemalige keltische Siedlung und alte aufgelassene Weinberge. Aus neuerer Zeit finden sich auch noch die Spuren des Siedlungsbeginns im Ortsteil Waldrode, als vor ca. 80 Jahren 11 Familien mit schwerer Arbeit die Grundlage für ihr neues Dorf legten. Weiterhin sind Reste ehemaligen Bergbaus am Hauloch zu sehen und durch den kahlen Kopf wurde bereits vor dem 1.Weltkrieg ein bergmännischer Wasserstollen gebaut, der heute noch Bestandteil der Trinkwasserversorgung ist.

Da ich bei den zahlreichen Führungen immer wieder gefragt wurde, wo man denn die Inhalte der jeweiligen Tour nachlesen können, kam langsam aber sicher die Idee, anhand des vorhandenen Materials ein Buch aufzulegen, in dem die einzelnen Bereiche der Linsengerichter Landschaft in kompakter Form beschrieben sind und ihre geschichtliche Bedeutung erläutert wird. Mit dem Buch wird auch eine Wanderkarte mit Broschüre für die Rundwanderwege in der Gemarkung Linsengericht am Spessartbogen gratis beigefügt.

Außerdem bieten wir Naturparkführer - vier Kollegen/innen und ich – wie im letzten Kapitel des Buches beschrieben auch noch verschiedene Themenführungen an, die flexibel gebucht werden können und bei denen neben dem Wandern auch die Einkehr vorgesehen ist.

Meine Absicht ist, diese historisch und aktuell hochinteressante Kulturlandschaft allen interessierten Mitbürgern und Gästen zu erschließen, auch mit dem Hintergedanken, sie nach Möglichkeit bei allen Expansionsbestrebungen einer aufstrebenden, attraktiven Gemeinde im Linsengericht zu erhalten und zu bewahren.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen, die mich mit Rat und Tat unterstützt haben, und ohne die ein solches Werk nicht möglich gewesen wäre. Stellvertretend für alle seien einige von ihnen aus dem Vorwort des Buches genannt:

Theo Ratzka und Siegfried Schories und ihre Mitarbeiter/innen im Geschichtsverein, Ralf Deckenbach unser amtierender Revierförster, Erich Krebs, der leider bereits verstorben ist, und Frieder Huhn, der die Manuskripterstellung erst ermöglicht hat.

Mit diesem Buch verbinde ich die Hoffnung, dass sich Linsengericht weiterhin als liebens- und lebenswerte Gemeinde mit einer abwechslungsreichen und interessanten Kulturlandschaft präsentieren kann.“

Ralf Weppler


Gemeindeverwaltung
Linsengericht
Amtshofstraße 1
63589 Linsengericht

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