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Hessische Energiespar-Aktion - Exponat „Flechtwand aus der Bronzezeit“ kostenlos ausleihbar!

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ informiert: Unser Ausstellungsangebot – Exponat „Flechtwand aus der Bronzezeit“ kostenlos ausleihbar!

„Das Exponat „Flechtwand aus der Bronzezeit“ gehört zum Ausstellungsangebot der „Hessischen Energiespar-Aktion“ und kann von allen interessierten Institutionen wie Landkreisen, Kommunen, Schulen, Energieversorgern, HESA-Kooperationspartnern, Banken, Sparkassen, Vereinen, Verbänden etc. kostenlos ausgeliehen werden. Weitere Informationen erhalten Sie gerne bei Herrn Klaus Fey, Pressekoordinator der „Hessischen Energiespar-Aktion“, fey-klaus@t-online.de“, so Florian Voigt, Projektmanager der „Hessischen Energiespar-Aktion“.

Im hessischen Langenselbold hat die Kreisarchäologie Main-Kinzig unlängst eine abgebrannte Siedlung ausgegraben. Sie datiert aus der Bronzezeit vor 3.400 Jahren. Der Befund war konserviert durch Spuren im hartgebrannten Lehm, mit dem das Flechtwerk beworfen war. Die Wände der Hütten bestanden aus zwei mit Abstand voneinander aufgesetzten Flechtwänden und dazwischen hatte man Heu eingestopft, etwa zehn Zentimeter dick. Das Heu war verbrannt, die Abdrücke der Halme im hartgebrannten Lehmbewurf brachten uns auf die Spur der Energiesparwand aus der Bronzezeit. Das Schadfeuer, das die Siedlung vernichtete, erhielt den Lehmbewurf bis heute. Ein Glücksfall für die hessischen Archäologen, denn nun konnten sie eine genauere Vorstellung darüber gewinnen, wie man vor 3.400 Jahren gelebt hat. Es ist äußerst plausibel, dass die Wände damals schon gut dämmten: In unserem Klima hätte über lange Zeiten im Winter in den Hütten sonst Frost geherrscht. Mit der zehn Zentimeter dicken Grasfüllung ist der Wärmeschutz verblüffend gut. Der U-Wert liegt zwischen 0,5 und 1,0 W/(m²K), je nachdem, wie fest das Gras eingestopft wurde und ob es feine oder grobe Grashalme waren. Diese Qualität wurde erst 1995 mit der damaligen Wärmeschutzverordnung wieder erreicht.

In den Jahrtausenden dazwischen wurde der Wärmeschutz der Wände wieder schlechter: vier- bis sechsmal schlechter bei der Fachwerkwand, und die Vollziegelwand war immer noch dreimal schlechter als die bronzezeitliche Energiesparwand. Diese zeigt: Bauen mit der Natur und nicht gegen sie führt in unserem Klima zu einem guten Wärmeschutz. Die bronzezeitlichen Menschen werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten so gebaut haben, wie es Ihnen guttat. Wenn man in der Bronzezeit schon bei 10 cm Grasdämmstoff angelangt war, wie viel mehr können wir heute tun: Unsere Dämmstoffe sind haltbarer und dämmen besser, wir besitzen dauerhaftere Techniken. In Hessen gibt es die ausführenden Planer und Handwerker, der „Förderkompass Hessen“ unterrichtet über aktuelle Förderangebote unter www.energieland.hessen.de. Und wer mit Gras dämmen will, der findet nach 3.400 Jahren auch wieder Hersteller von Grasdämmstoff, industriell aufbereitet, versteht sich.

Ausführliche Informationen (u.a. ein Foto der Energiesparwand aus der Bronzezeit, einen Fachartikel sowie die U-Wertberechnung für die Wand) bietet die HESA-Homepage unter www.energiesparaktion.de.

Informationen zum Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale Hessen unter www.verbraucher.de.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Pressemitteilung 10/2017

Frankfurt/Main, 06. März 2017



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